Das Wichtigste in Kürze
- Eine angeborene Schwerhörigkeit ist eine Hörminderung, die bereits bei der Geburt vorhanden ist und unterschiedliche genetische oder äußere Ursachen haben kann.
- Eine frühzeitige Diagnose, zum Beispiel durch das Neugeborenen-Hörscreening, ist entscheidend, um Sprache und Hörvermögen optimal zu fördern.
- Moderne Hörsysteme wie Hörgeräte, Cochlea-Implantate oder Knochenleitungs-Hörsysteme ermöglichen betroffenen Kindern, aktiv am Alltag teilzunehmen.
- Ergänzend unterstützen Frühförderung, Hörtraining und therapeutische Maßnahmen die sprachliche und soziale Entwicklung.
Was ist angeborene Schwerhörigkeit?
Unter angeborener Schwerhörigkeit versteht man eine Hörminderung, die bereits bei der Geburt vorhanden ist oder in den ersten Lebenswochen entsteht. Sie kann unterschiedliche Ursachen haben, etwa genetische Faktoren, Komplikationen während der Schwangerschaft oder Infektionen der Mutter. Dabei können sowohl das Innenohr als auch der Hörnerv oder die Schallübertragung im Mittelohr betroffen sein.
Je nach Ausprägung kann eine angeborene Schwerhörigkeit leicht, mittel oder stark sein. Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, damit Kinder von Beginn an die bestmögliche Unterstützung erhalten. Durch moderne Hörsysteme und gezielte Hörtherapie können heute selbst Neugeborene optimal versorgt werden, so wird eine gesunde sprachliche und soziale Entwicklung gefördert.
Wir von Hörsysteme Brackel beraten Eltern individuell zu geeigneten Hörlösungen und begleiten sie auf dem Weg zu bestmöglichem Hören von Anfang an.
Im Gegensatz zur angeborenen Form entsteht eine erworbene Schwerhörigkeit erst im Laufe des Lebens, zum Beispiel durch Lärm, Infektionen, Verletzungen oder altersbedingten Hörverlust.
Während die angeborene Schwerhörigkeit meist genetische oder vorgeburtliche Ursachen hat, sind erworbene Hörminderungen häufig das Ergebnis äußerer Einflüsse.
Beide Formen erfordern eine individuelle Diagnose und angepasste Hörsysteme. In unserer Hörakustik in Dortmund-Brackel nehmen wir uns Zeit, um die genaue Ursache und den Grad der Hörminderung zu bestimmen. So finden wir gemeinsam mit Ihnen die passende Lösung für ein natürliches und klares Hören, ob bei angeborener Schwerhörigkeit oder erworbenem Hörverlust.
Ursachen der angeborenen Schwerhörigkeit
Eine angeborene Schwerhörigkeit kann viele verschiedene Ursachen haben. In den meisten Fällen liegt eine Kombination aus genetischen und äußeren Einflüssen vor. Eine genaue medizinische Abklärung ist entscheidend, um die passende Behandlung und Hörversorgung zu finden.
Genetische Ursachen
Etwa die Hälfte aller Fälle von angeborener Schwerhörigkeit ist genetisch bedingt. Dabei können bestimmte Erbanlagen dazu führen, dass Strukturen im Innenohr oder der Hörnerv nicht vollständig ausgebildet sind. In manchen Familien tritt eine Schwerhörigkeit über Generationen hinweg auf, in anderen Fällen entsteht sie durch eine spontane Veränderung des Erbguts.
Wir von Hörsysteme Brackel arbeiten eng mit HNO-Ärzten zusammen, um eine präzise Diagnostik und die bestmögliche Hörlösung zu ermöglichen.
Nicht-genetische Ursachen
Neben erblichen Faktoren können auch äußere Einflüsse während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt eine Rolle spielen. Dazu zählen beispielsweise Sauerstoffmangel, Infektionen oder bestimmte Medikamente. Diese Ursachen wirken sich häufig auf die empfindlichen Strukturen des Innenohrs aus und führen zu einer bleibenden Hörminderung.
Infektionen während der Schwangerschaft
Bestimmte Virusinfektionen der Mutter, etwa Röteln, Cytomegalie oder Toxoplasmose, können das Hörvermögen des ungeborenen Kindes beeinträchtigen. Die Erreger gelangen über die Plazenta in den Blutkreislauf des Kindes und können dort das Gehör schädigen. Deshalb sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen während der Schwangerschaft besonders wichtig, um das Risiko einer angeborenen Schwerhörigkeit zu verringern.
Sauerstoffmangel bei der Geburt
Kommt es während der Geburt zu einer unzureichenden Sauerstoffversorgung, kann dies das empfindliche Gewebe im Innenohr oder den Hörnerv beeinträchtigen. Solche Komplikationen können eine vorübergehende oder dauerhafte Schwerhörigkeit zur Folge haben. Eine frühzeitige Diagnostik und Behandlung sind hier entscheidend, um die Hörentwicklung zu unterstützen.
Frühgeburt und Komplikationen
Frühgeborene Babys haben ein höheres Risiko für Hörstörungen, da ihr Gehörsystem bei der Geburt oft noch nicht vollständig entwickelt ist. Auch Komplikationen wie Infektionen oder die notwendige Beatmung können das Hörvermögen beeinflussen. Eine frühe Höruntersuchung hilft, eine angeborene Schwerhörigkeit schnell zu erkennen und zu behandeln.
Medikamentöse Einflüsse
Einige Medikamente, sogenannte ototoxische Substanzen, können das Gehör des ungeborenen Kindes schädigen. Dazu zählen bestimmte Antibiotika oder Mittel, die in der Krebstherapie eingesetzt werden. Ärztinnen und Ärzte wägen deshalb sorgfältig ab, ob und welche Medikamente während der Schwangerschaft eingesetzt werden dürfen, um Risiken für das Gehör zu vermeiden.
Versorgungsmöglichkeiten bei angeborener Schwerhörigkeit

Eine angeborene Schwerhörigkeit erfordert eine frühzeitige und individuell abgestimmte Hörversorgung. Ziel ist es, das Hörvermögen so gut wie möglich zu fördern und die sprachliche Entwicklung des Kindes zu unterstützen. Moderne Hörtechnik bietet heute vielfältige Möglichkeiten, um betroffene Kinder von Anfang an optimal zu begleiten.
Hörgeräteversorgung im Säuglings- und Kindesalter
Bei einer leichten bis mittleren angeborenen Schwerhörigkeit kommen häufig Hörgeräte zum Einsatz. Diese Geräte sind speziell für die Bedürfnisse von Säuglingen und Kindern entwickelt. Sie sind robust, einfach zu bedienen und ermöglichen eine natürliche Klangwahrnehmung.
Je früher eine Hörgeräteversorgung erfolgt, desto besser können sich das Hörzentrum und die Sprachentwicklung entfalten.
Cochlea-Implantate
Wenn das Innenohr stark geschädigt ist und herkömmliche Hörgeräte nicht ausreichen, kann ein Cochlea-Implantat helfen. Dieses implantierbare Hörsystem wandelt Schall in elektrische Impulse um, die den Hörnerv direkt stimulieren. Besonders bei Kindern mit angeborener Schwerhörigkeit kann ein Cochlea-Implantat entscheidend dazu beitragen, Sprache zu erlernen und die Hörwelt aktiv zu erleben.
Knochenleitungs-Hörsysteme
Knochenleitungs-Hörsysteme sind eine Alternative, wenn die Schallübertragung über das Mittelohr gestört ist. Diese Systeme übertragen Schwingungen über den Schädelknochen direkt ins Innenohr und umgehen damit den beschädigten Teil des Hörorgans. Für Kinder mit bestimmten Fehlbildungen oder chronischen Mittelohrproblemen sind sie eine hervorragende Lösung.
FAQ
Was bedeutet angeborene Schwerhörigkeit genau?
Angeborene Schwerhörigkeit beschreibt eine Hörminderung, die bereits bei der Geburt vorhanden ist oder sich in den ersten Lebenswochen zeigt. Sie kann genetische oder nicht-genetische Ursachen haben und unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, um die Entwicklung von Sprache und Kommunikation bestmöglich zu fördern.
Welche Rolle spielt das Neugeborenen-Hörscreening?
Das Neugeborenen-Hörscreening ist ein wichtiger Bestandteil der Früherkennung. Es wird direkt nach der Geburt durchgeführt und kann erste Hinweise auf eine angeborene Schwerhörigkeit geben. So kann bereits in den ersten Lebensmonaten eine gezielte Hörgeräteversorgung oder eine weiterführende Diagnostik eingeleitet werden.
Ab wann sind Hörgeräte sinnvoll?
Sobald eine Hörminderung festgestellt wird, sollte die Hörgeräteversorgung möglichst früh beginnen, idealerweise bereits im Säuglingsalter. Das Gehirn ist in den ersten Lebensjahren besonders aufnahmefähig für akustische Reize. Wir von Hörsysteme Brackel passen Hörgeräte individuell an und begleiten Familien Schritt für Schritt bei der optimalen Versorgung ihres Kindes.
Wie beeinflusst angeborene Schwerhörigkeit die Sprachentwicklung?
Kinder mit angeborener Schwerhörigkeit können Sprache und Kommunikation erlernen, wenn sie frühzeitig unterstützt werden. Durch Hörgeräte, Cochlea-Implantate und gezielte Frühförderung ist es möglich, die Sprachentwicklung nahezu altersgerecht zu gestalten. Wichtig sind regelmäßige Hörtrainings, logopädische Begleitung und eine offene Kommunikation im Alltag.
Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es im Alltag?
Familien erhalten vielfältige Unterstützung, von Frühförderstellen über Logopädie bis hin zu Selbsthilfegruppen. Auch moderne Hörsysteme tragen entscheidend zur Teilhabe am Alltag bei. Wir von Hörsysteme Brackel beraten Sie nicht nur zu Technik und Anpassung, sondern stehen Ihnen auch mit praktischen Tipps zur Seite, um den Alltag mit angeborener Schwerhörigkeit leichter zu gestalten.

Neugierig geworden?
Dann vereinbaren Sie noch heute einen kostenlosen und unverbindlichen Beratungstermin bei Hörsysteme Brackel.
Tel.: 02 31 – 95 90 41 88
Mail: info@hoersysteme-brackel.de
Stephanie Labus
Geschäftsführerin
