Das Wichtigste in Kürze
- Altersschwerhörigkeit ist eine natürliche Folge des Älterwerdens und entsteht durch den allmählichen Abbau der Haarzellen im Innenohr.
- Sie entwickelt sich meist schleichend und zeigt sich zunächst durch Schwierigkeiten beim Verstehen hoher Töne oder Gespräche in geräuschvoller Umgebung.
- Ursachen sind neben dem Alterungsprozess auch Lärmbelastung, genetische Veranlagung, Durchblutungs- oder Stoffwechselstörungen sowie bestimmte Medikamente.
- Ein regelmäßiger Hörtest hilft, Hörveränderungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig gegenzusteuern.
- Moderne Hörgeräte können den Hörverlust effektiv ausgleichen und Betroffenen zu einem aktiven, selbstbestimmten Leben verhelfen.
Was ist Altersschwerhörigkeit?
Altersschwerhörigkeit, medizinisch Presbyakusis genannt, beschreibt den schleichenden Hörverlust, der im Laufe des Lebens entsteht. Sie ist eine der häufigsten Formen von Hörminderung und betrifft in erster Linie ältere Menschen. Ursache ist ein natürlicher Alterungsprozess des Innenohrs, bei dem die feinen Haarzellen in der Hörschnecke nach und nach ihre Funktion verlieren. Diese Zellen sind dafür verantwortlich, Schallwellen in elektrische Signale umzuwandeln, die das Gehirn als Geräusche wahrnimmt. Wenn sie geschädigt sind, werden bestimmte Frequenzen, insbesondere hohe Töne, schlechter wahrgenommen.
In unserem Alltag bei Hörsysteme Brackel erleben wir häufig, dass Betroffene die ersten Anzeichen von Altersschwerhörigkeit kaum bemerken. Gespräche in lauter Umgebung werden anstrengender, Vogelgezwitscher oder das Ticken einer Uhr verschwinden allmählich aus der Wahrnehmung.
Die Altersschwerhörigkeit entwickelt sich meist ab dem 50. Lebensjahr, kann aber individuell früher oder später einsetzen. Neben genetischen Faktoren spielen auch Lärmexposition, bestimmte Erkrankungen und Medikamente eine Rolle. Mit zunehmendem Alter schreitet der Hörverlust meist langsam voran. Wer erste Anzeichen frühzeitig erkennt, kann mit modernen Hörsystemen die Lebensqualität deutlich verbessern und soziale Isolation vermeiden.
Während Altersschwerhörigkeit durch den natürlichen Abbau der Hörzellen entsteht, können andere Formen von Hörverlust ganz unterschiedliche Ursachen haben. Eine Schallleitungsschwerhörigkeit beispielsweise betrifft das äußere oder mittlere Ohr, etwa durch Entzündungen oder Verstopfungen.
Eine Schallempfindungsschwerhörigkeit kann hingegen durch Lärm, Krankheiten oder Medikamente ausgelöst werden. Die Altersschwerhörigkeit gehört zur Schallempfindungsschwerhörigkeit, unterscheidet sich jedoch durch ihren langsamen, altersbedingten Verlauf.
Ursachen der Altersschwerhörigkeit
- Mit zunehmendem Alter verlieren die Strukturen im Innenohr an Elastizität und Leistungsfähigkeit. Dieser natürliche Prozess führt dazu, dass die Hörfähigkeit langsam nachlässt.
- Die feinen Haarzellen in der Hörschnecke wandeln Schall in elektrische Signale um. Werden sie über Jahre hinweg belastet oder geschädigt, können sie sich nicht regenerieren. Das führt vor allem zu einem Verlust hoher Töne.
- Beruflicher Lärm, Verkehr, Maschinen oder laute Musik setzen das Gehör dauerhaft unter Stress. Diese stetige Belastung beschleunigt die Entstehung der Altersschwerhörigkeit.
- Eine familiäre Neigung zu Hörverlust kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen, im Alter eine Altersschwerhörigkeit zu entwickeln. Regelmäßige Hörtests sind daher besonders wichtig.
- Eine unzureichende Durchblutung des Innenohrs vermindert die Sauerstoffversorgung der Sinneszellen. Dies kann deren Funktion beeinträchtigen und den Hörverlust beschleunigen.
- Krankheiten wie Diabetes mellitus oder Störungen der Schilddrüse beeinflussen die Gefäße des Innenohrs und können das Hörvermögen negativ beeinflussen.
- Einige Medikamente, sogenannte ototoxische Präparate wie bestimmte Antibiotika oder Schmerzmittel, können das Gehör schädigen. Eine regelmäßige Kontrolle ist daher ratsam.
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck oder neurologische Störungen wirken sich oft indirekt auf das Gehör aus. Bei Hörsysteme Brackel berücksichtigen wir solche Zusammenhänge, um die bestmögliche Hörlösung für Sie zu finden.
Wie entwickelt sich Altersschwerhörigkeit?
Schleichender Verlauf
Die Altersschwerhörigkeit entwickelt sich in der Regel langsam und schleichend. Betroffene bemerken die Veränderungen oft erst spät, da sich das Gehör allmählich an die neue Situation anpasst. Anfangs werden vor allem hohe Töne, wie Vogelgezwitscher oder Kinderstimmen, schlechter wahrgenommen. Auch Gespräche in lauter Umgebung werden zunehmend anstrengend. Viele Menschen neigen dazu, diese ersten Anzeichen zu überhören oder auf äußere Umstände zu schieben.
Frühstadium vs. fortgeschrittenes Stadium
Im Frühstadium äußert sich die Altersschwerhörigkeit meist durch Schwierigkeiten beim Verstehen einzelner Wörter oder Sätze, besonders bei Hintergrundgeräuschen. Im fortgeschrittenen Stadium wird das Sprachverstehen deutlich beeinträchtigt, selbst bei ruhiger Umgebung.
Fernseher oder Radio müssen lauter gestellt werden, und Gespräche in Gruppen werden anstrengend. Oft zieht sich der oder die Betroffene aus Unsicherheit und Erschöpfung aus dem sozialen Leben zurück. Bei Hörsysteme Brackel raten wir deshalb, schon bei ersten Anzeichen einen Hörtest durchführen zu lassen.
Auswirkungen auf Alltag und Kommunikation
Eine unbehandelte Altersschwerhörigkeit kann sich stark auf den Alltag auswirken. Gespräche werden mühsam, Telefonate anstrengend, und viele Betroffene verlieren das Vertrauen in ihre Kommunikationsfähigkeit. Dadurch entstehen häufig Missverständnisse oder Rückzugstendenzen. Auch das Sicherheitsgefühl kann leiden, wenn akustische Signale wie Türklingeln oder Verkehrslärm nicht mehr richtig wahrgenommen werden. Moderne Hörsysteme können hier Abhilfe schaffen und helfen, Lebensfreude und Selbstständigkeit zu bewahren.
Folgen unbehandelter Schwerhörigkeit
Wird eine Altersschwerhörigkeit nicht behandelt, kann das weitreichende Folgen haben. Studien zeigen, dass unbehandelter Hörverlust das Risiko für soziale Isolation, Depressionen und kognitive Beeinträchtigungen erhöhen kann. Das Gehirn wird durch die fehlenden Hörreize weniger gefordert, wodurch auch die Sprachverarbeitung leidet. Frühzeitiges Handeln ist daher entscheidend. Bei Hörsysteme Brackel unterstützen wir Sie dabei, Ihr Gehör regelmäßig zu überprüfen und bei Bedarf rechtzeitig mit einem passenden Hörsystem zu versorgen.
Hörtest beim Hörakustiker

Ein Hörtest ist immer dann sinnvoll, wenn Sie feststellen, dass Gespräche anstrengender werden, Sie häufiger nachfragen müssen oder der Fernseher plötzlich lauter eingestellt werden muss als früher. Auch wenn Sie den Eindruck haben, dass andere undeutlich sprechen, kann dies ein Hinweis auf eine beginnende Altersschwerhörigkeit sein. Je früher eine Hörminderung erkannt wird, desto besser lässt sie sich ausgleichen. Bei Hörsysteme Brackel bieten wir Ihnen kostenlose Hörtests an, um Ihr Hörvermögen präzise zu überprüfen.
Ein professioneller Hörtest beim Hörakustiker ist unkompliziert und dauert nur wenige Minuten. Zunächst erfolgt ein kurzes Beratungsgespräch, bei dem Sie Ihre Wahrnehmungen und eventuelle Beschwerden schildern. Anschließend wird Ihr Gehör mithilfe moderner Messtechnik geprüft. Dabei hören Sie verschiedene Töne in unterschiedlichen Lautstärken und Frequenzen über Kopfhörer. Die Ergebnisse werden in einem sogenannten Audiogramm festgehalten, das zeigt, wie gut Sie bestimmte Tonhöhen wahrnehmen. Auf Grundlage dieser Daten besprechen wir gemeinsam, ob eine Hörminderung vorliegt und welche Hörlösung für Sie geeignet wäre.
Sowohl Hörakustiker als auch HNO-Ärztinnen und -Ärzte beschäftigen sich mit dem Thema Hören, haben jedoch unterschiedliche Schwerpunkte. Der HNO-Arzt stellt medizinische Diagnosen und behandelt Erkrankungen des Ohres. Der Hörakustiker hingegen ist auf die Hörmessung, Anpassung und Betreuung von Hörsystemen spezialisiert. Bei Hörsysteme Brackel kombinieren wir technische Expertise mit individueller Beratung, um für Sie das bestmögliche Hörergebnis zu erzielen. Im Idealfall arbeiten HNO-Ärztin oder -Arzt und Hörakustiker Hand in Hand.
Da die Altersschwerhörigkeit schleichend verläuft, ist es empfehlenswert, das Gehör regelmäßig prüfen zu lassen. Schon kleine Veränderungen können sich auf das Sprachverstehen auswirken. Wir bei Hörsysteme Brackel empfehlen, ab dem 50. Lebensjahr einmal jährlich einen Hörtest durchzuführen. So können wir frühzeitig reagieren und Ihr Gehör optimal unterstützen. Regelmäßige Kontrollen helfen dabei, die Hörsysteme richtig einzustellen und Ihre Lebensqualität dauerhaft zu erhalten.
FAQ
Ab welchem Alter tritt Altersschwerhörigkeit auf?
Die Altersschwerhörigkeit entwickelt sich meist schleichend ab dem 50. Lebensjahr. Wann sie tatsächlich auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie genetischer Veranlagung, Lärmbelastung und allgemeinem Gesundheitszustand. Manche Menschen bemerken erste Veränderungen früher, andere erst später. Ein regelmäßiger Hörtest hilft, den Hörverlust frühzeitig zu erkennen.
Kann Altersschwerhörigkeit verhindert werden?
Völlig verhindern lässt sich die Altersschwerhörigkeit nicht, da sie Teil des natürlichen Alterungsprozesses ist. Dennoch können Sie vorbeugen, indem Sie Ihr Gehör schützen, zum Beispiel durch das Meiden lauter Umgebungen, den bewussten Umgang mit Kopfhörern und eine gesunde Lebensweise. Eine gute Durchblutung und ein ausgeglichener Stoffwechsel tragen ebenfalls zum Erhalt des Hörvermögens bei. Bei Hörsysteme Brackel beraten wir Sie gerne zu sinnvollen Maßnahmen, um Ihr Gehör möglichst lange fit zu halten.
Helfen Hörgeräte bei Altersschwerhörigkeit wirklich?
Ja, moderne Hörsysteme können die Hörfähigkeit bei Altersschwerhörigkeit deutlich verbessern. Sie verstärken gezielt die Frequenzen, die vom Gehör nicht mehr ausreichend wahrgenommen werden, und sorgen so für ein natürliches Klangbild. Dadurch fällt es wieder leichter, Gespräche zu verstehen und aktiv am Leben teilzunehmen. Bei Hörsysteme Brackel passen wir Ihre Hörgeräte individuell an Ihr Hörprofil an und begleiten Sie auf dem Weg zu einem besseren Hören.
Was passiert, wenn Altersschwerhörigkeit unbehandelt bleibt?
Bleibt die Altersschwerhörigkeit unbehandelt, kann dies langfristig schwerwiegende Folgen haben. Das Sprachverstehen verschlechtert sich weiter, und das Gehirn verliert zunehmend die Fähigkeit, Hörreize richtig zu verarbeiten. Dadurch steigt das Risiko für soziale Isolation, Depressionen und kognitive Einschränkungen. Eine rechtzeitige Versorgung mit Hörsystemen hilft, diese Entwicklungen zu verhindern und die Lebensqualität zu bewahren. Bei Hörsysteme Brackel unterstützen wir Sie dabei, Ihr Gehör aktiv zu erhalten, für mehr Lebensfreude in jedem Alter.

Neugierig geworden?
Dann vereinbaren Sie noch heute einen kostenlosen und unverbindlichen Beratungstermin bei Hörsysteme Brackel.
Tel.: 02 31 – 95 90 41 88
Mail: info@hoersysteme-brackel.de
Stephanie Labus
Geschäftsführerin
